06.10.2011

And they are laughing at me…


Achtung: Dieser Text beinhaltet stark ausgeprägte Selbstverherrlichung und Egozentrik. Es wird gebeten den ersten Abschnitt dieses Textes nicht allzu ernst zu nehmen…oder doch?

I am going home, as always alone…
Da sind sie wieder, die Jugendlichen…in deren für unsere Verhältnisse Schrottkarren.
Sie schauen mich an, sehen ich habe einen Anzug an, sehe wichtig aus…und bin zu Fuß unterwegs.
Sie fangen an zu lachen, schauen mich mit ihren niederträchtigen Blicken an.

Was ich darauf hin gemacht habe? Ich habe sie ausgelacht. Denn sie haben keine Ahnung, dass ich die Balls of Steel  habe, alleine in ein fremdes Land zu reisen, alleine meinen Weg durch eine völlig andere Gesellschaft zu bahnen und alleine zu Fuß unterwegs bin, weil ich derbe keinen Nerv auf deren retardiertes Verkehrssystem habe. Kurz: Sie haben keine Ahnung, dass ich awesome bin.

Wie haben sie darauf reagiert? Sie haben verdattert geguckt, fühlten sich wahrscheinlich missverstanden, dachten sich vielleicht: „Ist er dumm? Checkt er nicht, dass wir ihn nicht anlachen, sondern auslachen“, aber vielleicht merkten sie gerade in dem Moment,  dass sie ihrem Meister begegnet sind, der Deutsche, gekommen um sie alle zu knechten, oder so ähnlich.

Ich hoffe inständig drauf, dass ich ein paar von den Jugendlichen in der örtlichen Ranzdisco Silks antreffen darf, das wäre lustig, ein paar „soziale“ Kontakte knüpfen.
Oder besser gesagt: Diener zu sammeln.

Teil 1 Ende

 
Das waren so ungefähr meine Gedanken als ich die Bande Ahnungsloser eingequetscht in ihrem Mini-Scheißauto sehen durfte.
Ich denke solche Gedanken muss man einfach haben, um als momentaner totaler Einzelgänger nicht in  ein tiefes Loch der dunklen Emotionen zu fallen, vor allem, wenn man wahnsinnig ist.
Und letztendlich entsprechen die Gedanken ja teilweise auch der Wahrheit. ;P

Es ist momentan Montag, ich habe seit letztem Donnerstag kein Internet, was mich ein bisschen frustriert, denn wenn ich sonst nach der Arbeit noch per Facebook, ICQ und Skype mit meinen Homies im Homeland verbunden war. Da dies jetzt momentan nicht der Fall ist und wenn dann nur sehr stark eingeschränkt (crappiges Hotel Café Internet sei Dank IHR SCHEIß NAZIS!), merkt man wirklich sehr stark, das man wirklich alleine ist. Auf der Arbeit sind zwar sehr nette Leute, aber ich würde mit keinem etwas in meiner Freizeit zelebrieren, nicht meine Altersklasse und vor allem nicht mein Humor.

Apropos Humor:
Den verstehe ich hier nicht so ganz. Bis jetzt habe ich eigentlich kaum einen zum Lachen gebracht, was für mich auch erstmal eine neue Erfahrung ist und vor allem ein großer Verlust in meine Leben ist, denn Leute zu unterhalten war ein fester Bestandteil meines Lebens.
Zwar unterhalte ich euch zu Hause mit Blog und Vlog, jedoch bleibt mir die direkte Reaktion verborgen.

Aber im Dickem und Dünnem fühle ich mich hier eigentlich recht wohl, sein eigenes Leben leben schockt schon ab, man kann machen was man will…vor allem als Wahnsinniger.

Man hört sich hoffentlich bald, ihr Internetwürmer! Fresst euch mal zu mir durch und bürstet die Internetleitung mal ordentlich durch!

2 Kommentare:

  1. Ach Otto, als Jugendbetreuer in einem Jugendhaus steht man vor ähnlichen Problemen wie du auch gerade... Vor allem weil ich hier als Deutscher der Ausländer bin. In meinem eigenen Land. Aber von dieser Sicht auf die Dinge habe ich mich schon nach ein paar Tagen völlig verabschiedet. Grenzen von 2 Staaten existieren nur in unseren Köpfen und auf Landkarten. Der Mensch ist nur dann frei, wenn er sich von solchen Maßstäben verabschiedet hat.

    Vielleicht bin ich jetzt auch wahnsinnig geworden Otto. Ich möchte es nicht ausschließen, aber wenn uns das freier macht, so wähle ich den Weg der Madness. I join you brother!

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  2. Weg des Madness ist awesome...come and taste the waste!

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